Über CultLab3D

Im Museumsbereich gewinnt die Nachfrage nach einer schnellen und günstigen 3D-Digitalisierungstechnologie für Museumsobjekte zunehmend an Bedeutung. Doch im Gegensatz zur digitalen Erfassung von Kulturgütern in 2D, die heute effizient umsetzbar und weit verbreitet ist, ist die 3D-Digitalisierung noch mit einem enormen Kosten- und Zeitaufwand verbunden.

Vor diesem Hintergrund wird derzeit in der Abteilung Digitalisierung von Kulturerbe am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD die modulare Digitalisierstraße CultLab3D entwickelt, mit der dreidimensionale Artefakte durch einen vollautomatisierten Scanprozess mikrometergenau in 3D erfasst werden. Für eine fotorealistische Darstellung der Objekte werden dabei Geometrie, Oberflächentextur und optische Materialeigenschaften berücksichtigt. Durch die Automatisierung des gesamten Digitalisierungsprozesses wird erstmalig der Aspekt der effizienten Massendigitalisierung in 3D umgesetzt.

CultLab3D wurde auf der „Digital Heritage 2013“ mit dem „2013 Digital Heritage International Congress and V-MUST.NET“-Preis für das technisch beste Exponat ausgezeichnet. Die Konferenz ist die größte Veranstaltung zum Thema Digitales Kulturgut und wird unter Schirmherrschaft der UNESCO ausgerichtet.

Das gleichnamige Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und von der Fraunhofer-Gesellschaft gefördert.

Projektlaufzeit: 2013-2016
Projektbudget: 1,8 Mio. Euro
Förderanteil (BMWi): 1,4 Mio. Euro
Förderanteil (Fraunhofer): 0,5 Mio. Euro

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